"Endlich wieder Geschichte erleben – erlebe die Sicherungsstellung Nord"

Erlebe bei dieser Rundfahrt mit dem eigenen Pkw die am besten erhaltene Befestigungsanlage aus dem Ersten Weltkrieg sowie zwei Friedhöfe aus dieser Zeit. Tauche ein in die Geschichte des deutschen kaiserlichen Heeres, das die Verteidigungslinie zwischen 1916 und 1918 errichtet hat.

Auf dieser Rundfahrt ist für Mittag- und Abendessen in zwei der gemütlichsten Restaurants in Südjütland gesorgt.
In der Jahresmitte 1916 wuchs die Angst der Deutschen vor einer englischen Invasion von Norden her über eine Landung von 100.000 Soldaten bei Esbjerg. Deshalb holte man die Pläne für eine Verteidigungsstellung nach Norden aus der Schublade.

Zu diesem Zeitpunkt war der Teil, den wir heute als Südjütland (Nordschleswig) kennen, seit 52 Jahren – seit dem Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 – ein Teil des Deutschen Reiches gewesen. Deshalb wurde die Verteidigungslinie so geplant, dass sie quer durch das nördliche Südjütland verlaufen sollte, ca. 10 bis 15 Kilometer von der damaligen Grenze an der Kongeå entfernt.

Daher wurden die Arbeiten zur Errichtung der Verteidigungsstellung, die als Sicherungsstellung Nord bekannt werden sollte, aufgenommen. Voll ausgebaut sollte die Sicherungsstellung Nord aus über 900 Betonanlagen, Schützengräben, Stacheldrahtlinien und leichten, mittelschweren und schweren Kanonenbatterien bestehen. Doch nicht alle Stellungen wurden fertiggebaut und die Stellung wurde niemals besetzt. Die Truppen waren aber zugewiesen und waren bereit, die Stellung einzunehmen, wenn es nötig wurde.

Die Häftlinge, die für die schweren Arbeiten eingesetzt wurden, waren Soldaten, die auf die eine oder andere Weise gegen das Reglement des Heeres verstoßen hatten. Normalerweise wurden sie in einem der vielen Festungsgefängnisse in Deutschland festgehalten, doch im Herbst 1916 wurde erlaubt, dass sie auch außerhalb der Festungen als Arbeitskräfte eingesetzt werden können. Beim Bau der Stellung wurden 32 Kompanien à 250 Mann für die anstrengendsten Arbeiten eingesetzt.
Sie lebten unter kümmerlichsten Verhältnissen, arbeiteten von morgens bis abends und mussten häufig mehrere Stunden zum und vom Arbeitsort laufen. Die Ernährung war bei weitem nicht ausreichend und die Disziplin hart mit den dazugehörigen harten Strafen.

Der Bau der Anlagen fand von September 1916 bis zum Kriegsende mit unterschiedlicher Intensität statt. Die vordersten Stellungen sowie die Artilleriestellungen waren Ende 1917 aber weitgehend fertiggestellt. Betrachtet man besonders die Lage der schweren Batterien, scheint der Schwerpunkt im östlichen Teil des Landes zu liegen. Dahinter lag wohl der Wunsch, die wichtigen Marineanlagen bei Aabenraa und Als zu schützen.

Im Pauschalangebot enthalten:
Eine Wegbeschreibung zu 4 Bunkern/Batterien und 2 Friedhöfen zum Besuch auf eigene Faust.
Mittagessen im Agerskov Kro, wähle zwischen Omelett oder Stjerneskud (Sternschnuppe).
Abendessen im Hotel Europa, Aabenraa.

Dies ist eine Rundfahrt im eigenen Pkw, mit dem du mehrere spannende Orte erkunden wirst. Der Abstand zwischen den einzelnen Orten beträgt ca. 15 km, ausgenommen der Abstand zwischen dem Kriegsgefangenfriedhof Arrild und dem Mannschaftsbunker Arrild, die nur zwei Kilometer voneinander entfernt liegen.

Preis ab 375,50 DKK pro Person.
Eine Übernachtung im Hotel Europa kann dazugebucht werden.

Vor der Ankunft erhaltet ihr per E-Mail eine Wegbeschreibung zu allen Besuchspunkten und Restaurants.
Beachte bitte, dass einzelne Bunker so liegen, dass sie für Menschen mit Gehbehinderungen nicht geeignet sind. Ein Bunker liegt z. B. auf einer Wiese, auf der Kühe weiden, ein anderer liegt so, dass man ca. 450 Meter dorthinlaufen muss.

Für euch wird ein Tisch um 14 Uhr im Agerskov Kro und um 18 im Restaurant No. 10 reserviert. Wenn ihr zu einem anderen Zeitpunkt essen möchtet, ruft bitte im Restaurant an.

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